Das Yeti Theorem

21 08 2008

Das Yeti Theorem: A player who 3-bets on a dry, paired board is (almost) always bluffing. Das Theorem stammt von einem User (Yeti) im 2+2 Forum. Und es hat sich bei meiner gestrigen Session wieder als richtig erwiesen.

NL200
Ich sitze auf dem Button mit 479$ und bekomme JQo auf die Hand. Alle folden und ich erhöhe, wie meistens in dieser Situation, auf 8$. SB foldet und BB (Stack 264$) erhöht wiederum auf 33$ – meine Hand ist zwar nicht gut, aber zu gut, um in dieser Situation zu folden. Mein Gegner ist relativ loose und repopt mit allen Pocket Pairs, allen Suited Connectors und allen Bildkarten.

Der Flop kommt J55 rainbow, BB schießt 30$ los, ich erhöhe auf 95 und er pusht insta. Warte mal, warte mal, da ist doch was im Busch. Entweder ist er ganz schön gerissen, oder Yeti Theorem. Nach kurzem hin und her mache ich den Call.

Er zeigt AKs, Turn und River sind Blank und 525$ werden in meine Richtung geschoben! Zum Call muss man noch sagen, dass seine Contibet Stats bei 85% lagen…





Raketenforschung

14 08 2008

Man sieht in letzter Zeit vermehrt Spieler, die Raketen starten, um so schnell ihre Bankroll aufzubessern. Raketen starten ist short stack limit rushing, wo es da rum geht sein Buy-in so oft, wie möglich zu verdoppeln. Also genau das Gegenteil von Bankroll Management (BRM).

So sehen die Schritte einer Rakete aus.
NL50 bis 20$
NL100 bis 40$
NL200 bis 80$
NL400 bis 200$
NL1000 bis man den Zielbetrag gewonnen hat oder weiter aufsteigen, falls man sich am Anfang ein höheres Ziel gesetzt hat.

Es kann etwas dauern ins letzte Level zu kommen, aber es macht sehr viel Spaß, besonders wenn es klappt.

Start und Ziel können natürlich individuell entschieden werden. Für Spieler, die schon eine Bankroll von 1000$+ haben, macht es natürlich nicht viel Sinn bei NL25 anzufangen.

Folgende Regeln sollte man einhalten, wenn man Raketen startet
1) Nicht das Poker Konto benutzen, auf dem man seine gesamte Bankroll stehen hat, da man relativ leicht leicht tilten kann, bei Raketenversuchen.
2) Einen Betrag X auf das „Raketenkonto“ einzahlen, am genug für 4-5 Versuche und aufhören, wenn das Geld weg ist.
3) Sich ein Ziel setzen, z.B. sein Buy-in zu verzehnfachen. Sofort aufhören, wenn das Ziel erreicht ist!
4) Es macht nichts schon vor seinem Ziel aufzuhören, wenn man merkt, dass man scared moeny spielt.

Strategie bei Raketen
Am besten spielt man nur Hände mit showdown value, da man durch den kleinen Stack nur minimale implied Odds hat. Also Finger weg von suited Connectors und anderen spekulativen Händen. In den Blinds kann man je nach Gegner mit einer ziemlich weiten Range re-stealen. Mit einem erfolgreichem Re-steal resteal kann man seinen Stack schnell um 10-20% vergrößern. Wie tight man spielen muss, kommt sehr auf den Tisch an, wenn an dem Tisch viel gelimpt wird, kann man natürlich auch mal mit einer spekulativen Hand in später Position mit limpen. Bevor man anfängt zu viel zu limpen, sollte man jedoch bedenken, dass jeder Limp einen beträchtlichen Teil des Stacks ausmacht. Raketen erinnern in der Spielweise sehr an short stacked Turnierspiel, da es hier auch darum geht seinen Stack zu verdoppeln.

Wer kein eigenes Geld für die ersten Raketen versuche ausgeben möchte, der sollte sich die Bankroll Builder Angebote von Big-Blind.com angucken.

Viel Spaß und Glück bei der Raketenforschung!








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